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Maria, das Fenster zum Himmel - die Hintergrundgestaltung des Marienaltars in der Rhöndorfer Pfarrkirche

Die Pfarrkirche in Rhöndorf trägt den Namen Mariä Heimsuchung.
Der Marienaltar selbst hat seinen Platz im linken Seitenschiff und ist sehr schlicht gehalten. Die Position Mariens hervorzuheben im Einklang mit der Gesamtharmonie der Kirche, die durch ihre Klarheit und Farbgebung besticht, war der Wunsch der Pfarrgemeinde und somit das Ziel der Arbeit.

Mariä Heimsuchung, das bedeutet Marias JA zum Willen Gottes. In ihrer Entscheidung bestärkt wird sie durch ihren Besuch bei Elisabeth. So bereitet sie den Weg für uns Menschen zur Erlösung durch Jesus vor. Sie ist für uns Mensch und Mutter, Erlöserin, Vermittlerin und Himmelskönigin. Maria stellt die Verbindung zwischen Gott und den Menschen dar - Sie ist das Fenster zum Himmel.

Die Farben des dreiteiligen Altarbilds finden ihre Bedeutung in der künstlerischen Darstellung Marias. Auf dem Malgrund Holz habe ich mit Blattgold und Ölfarbe gearbeitet. Diese Materialien finden sich in weiteren künstlerischen Arbeiten in der Kirche wieder, wie z.B. im Kreuzweg und der Marienstatue. Die sichtbare Maserung des Birkenholzes bestimmt die Aufteilung der Farbflächen.

Im Vordergrund sind die auf Abstand angebrachten grün - blauen Hölzer. Grün ist zum einen die Farbe der Hoffnung, steht aber auch für die blühende, lebendige Erde, die Natur und den Frühling. Blau ist das Symbol der Transzendenz - Wasser, Luft und Himmel - und die Farbe der Reinheit, Wahrheit und Treue. Der natürliche Übergang von der Erde über das Wasser zum Himmel wird betont, die Standhaftigkeit Mariens unterstrichen. Sie steht mit uns auf der Erde.

Gold ist als das edelste und beständigste Metall Sinnbild für Göttliche Vollkommenheit und die Ewigkeit. Es ist Ausdruck königlicher Würde. Die Farbe Gelb stellt das himmlische Licht, die Sonne und die Wärme dar. Maria steht in diesem Alles umgebenden göttlichen Licht. Sie lädt uns ein zu ihm wie durch ein Fenster zu sehen ebenso wie es auf uns hinab fließen zu lassen.

Den Marienaltar so mitgestalten zu dürfen erfüllt mich mit Dankbarkeit, die ich auch an die Pfarrgemeinde und die vielen helfenden Hände, die zum Gelingen der Arbeit beigetragen haben, weitergeben möchte.

Ich hoffe, dass der neue Marienaltar viele Besucher der Pfarrkirche zum Verweilen und zur Verehrung einlädt.

Franca Perschen